Gefühlschaos

Meine BeschwerdenMedikation: 

Medikinet adult 20-20-0

Medikinet: 5-0-0

Venlafaxin: 225-0-0

Stand: 18.03.2017

Schlechtes einschlafen, RLS, ständiges sich bewegen müssen im Bett vor dem einschlafen

Schlaf nicht erholsam/tief

Nächtliches erwachen und schlecht wieder einschlafen

Morgens viel zu müde, erschöpft, Kraft und antriebslos, völlig unmotiviert 

Tagsüber niedergeschlagene Stimmung, Lustlosigkeit, Freudlosigkeit, Unaufmerksamkeit 

Unfähigkeit mit anderen Leuten Spaß zu haben, außer meine eigenen Interessen können vollumfänglich berücksichtigt werden

Ständiges Bedürfnis nach Ruhe und Auszeiten, permanentes verlangen ins Bett zu gehen, Rückzug. 

Kein Verlangen nach sozialen Kontakten. Bei Gesprächen mit mehreren Personen halte ich mich zurück. In Gruppen fühle ich mich unwohl, beobachtet und nicht ernst genommen. Habe das Gefühl man lässt mich nicht zu Wort kommen. Ich meine schreiben zu müssen, um überhaupt gehört zu werden. Ich merke, dass ich nicht für voll genommen werden, meine Meinungen und Ansichten als lächerlich und schwachsinnig empfunden werden. Man gibt mir zu verstehen, dass ich kein gleichwertiger Gesprächspartner bin, eher so etwas wie ein kleines Kind das nicht beachtet werden muss. 

Als Vorgesetzter kann ich meine Meinung nicht vertreten, meine Ansagen werden nicht ernst genommen. Starke Ängste begleiten meinen Arbeitsalltag, Angst Fehler zu machen, Angst vor Kritik und Blossstellung, Angst irgendwie aufzulaufen oder „erwischt“ zu werden. 

Keine Kraft neue Projekte anzufangen, sei es eine neue Mail zu lesen die Arbeit nach sich ziehen könnte oder Entscheidungen zu treffen, die die Mitarbeiter als unangenehm oder nicht richtig empfinden können. 

Von den vielen offenen Arbeiten die noch abzuarbeiten sind fühle ich mich regelrecht begraben, und es kommen immer neue dazu. Dem allgemeinen Unmut der Mitarbeiter kann ich nichts positives entgegen setzen, ich muss hilflos mit ansehen wie alles immer wieder aus dem Ruder läuft. 

Von meinen eigenen Kindern fühle ich mich nicht ernst genommen, meine Ansagen werden auch hier nicht umgesetzt sondern eher belächelt und nicht ernst genommen. 

Wenn meine Arbeit oder die Arbeit meiner Abteilung kritisiert wird, fehlen mir die Argumente zur Begründung bzw. der Mut, meine Meinung zu sagen und Tacheles zu reden. Ich sage dann lieber gar nichts dazu und nehme alles auf meine Kappe. Mir fehlt komplett der Überblick alles zu überwachen und im Auge zu behalten, dabei noch meine Aufgaben zu erledigen und auch noch die Mitarbeiter bei Laune zu halten und zu motivieren. Nichts von all dem gelingt nur ansatzweise. 

Null Respekt von Kollegen und Mitarbeitern, eher Fußabtreter der Nation, für alles Übel verantwortlich. 

Es ist mir nicht möglich, völlige Überarbeitung zu signalisieren, sonst würde ich Schwäche und Unfähigkeit eingestehen müssen. 

Feiern und Anlässe mit der Familie meide ich wie der Teufel das Weihwasser. Ungezwungene Gespräche und smalltalk gelingen mir nicht, es hat nichts erfüllendes für mich, die Themen interessieren mich nicht, ausser meine Interessen sind unmittelbar berührt. Ansonsten ist es mir nicht möglich, länger als 30 Sekunden bis eine Minute lang zuzuhören und bei der Sache zu bleiben. Ich wende mich dann ab und signalisiere somit Desinteresse für den anderen. 

Es strengt mich enorm an, ständig Lächeln zu müssen und eine „mir geht es ja so total toll, ich freue mich dass ihr alle da seid“ Maske aufzusetzen zu müssen. 

Völlige Perspektiv- und Planlosigkeit mit Hinblick auf die Zukunft. Immer das Gefühl auf der Stelle zu treten und trotz aller eingesetzten Kräfte keinerlei Fortschritte in irgendwelcher Hinsicht zu erzielen. 

Unfähigkeit, Situation und erlebtes bewusst wieder ins Gedächtnis zu rufen und Auskünfte über gesagtes oder erlebtes zu erteilen, außer Themen für die ich brenne. 

Ständig auf Notprogramm zu laufen, atmen, essen trinken, schlafen, den Arbeitstag zu überstehen, sich völlig überlastet jeden Abend ins Bett zu quälen und sich von Wochenende zu Wochenende zu retten, um dann nicht den Bedürfnissen und wünschen der Familie zu entsprechen. 

Sich ständig wie ein außerirdischer Fremdkörper oder ein Affe im Zoo zu fühlen, der es kaum wert ist, überhaupt wahrgenommen zu werden. 

Ständiges Gefühle von extremer innerer Unruhe und Angespanntheit, Getriebenheit, Lampenfieber und Angst, besonders auf der Arbeit. 

Unfähigkeit sich zu entspannen und abzuschalten, den Augenblick zu genießen. 

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2 Stunden Schlaf 

Sind nicht viel

Fühl mich wie ein Tanker auf dem Kiel

Festgefahren

Von der Fahrrinne angeschnitten

Inmitten

Von Kieselsteinen 

Die ganze Nacht am weinen

Tun mir alle Knochen weh

Und ob ich seh

Wie du mich anmachst

Nur damit dein Ego lacht

Lass mich in ruh 

Steh nicht mehr unter deinem Schuh 

Ich krieg den Tag heut rum

Weil ich an was andres denk und im Kopf

Eine Melodie von früher summ

Zimmer mit Aussicht

Der morgendliche Blick aus dem Fenster. Frische Luft strömt auf mich ein. Der Anblick der Ferne hat etwas beruhigendes. Schnell noch ein Foto machen. Möchte diesen Ausblick gerne mit euch teilen. Vielleicht springt ja etwas von der Energie zu euch über. Gerne würde ich länger am Fenster verweilen, die Augen schließen und nachdenken… genießen… Lächeln… schrille Stimmen reißen mich aus der Traumwelt, der Moment dahin. Bis zum nächsten Mal… schönen Sonntag euch allen!

Depression

Depression

Harter Arbeit dankend Lohn 

Dem Stress sei dank 

Er macht dich krank. 

Du liegst und denkst

Du denkst und liegst

Wie du mit ausgebreiteten Armen

Durch weiße  Wolken

Tränen Sorgen Schmerzen entfliegst. 

Dein Herz, dein Verstand

Stell dich nicht an, das Leben ist Krieg

In meinen Augen nur Sand

Obwohl ich mit verschlossenen Augen flieg.

Ich bin anders als alle, das ist jedem klar

Sitzt du erst in der Falle

Licht und Wärme sind rar.

Das wird wieder werden

Hör ich jemand sagen

Beiß die Zähne zusammen

Das hilft mehr als dein Klagen. 

Jetzt zeigt sich

wer die wahren Freunde sind

Ich bin ganz alleine

Und das schon seid Kind. 

Leid

Viele Jahre 

Viele Figuren

Menschen ohne Gesicht und Namen

Hinterlassen auf der Seele tiefe Spuren 

Ich stehe bei euch

Ihre schaut mich nicht an

Was soll ich sagen

Damit ich zu euch gehören kann?

Die Gesichter verblassen

Um mich wird es laut

Schrilles, gefühlloses Lachen 

Ich halte es nicht mehr aus. 

Die Gesellschaft sie feiert 

Nur ich verstehe nichts

Ich starre ins Leere 

Mich blendet das Licht. 

So viele Bilder Kopf

Bin nicht bei der Sache 

Ich gebe mir Mühe 

Werde übertönt vomGelacht 

Der Freude der andren 

Ich kanns nicht verstehen 

Meine Gedanken woanders

Das kann jeder sehn. 

Die Frösche im Kopf

Sie ziehen mich raus

Weg von der Feier

Treiben sie mich nach Haus. 

Wieder hin legen

Ich bin ganz allein

Keiner wird nach mir fragen

So wird es wohl sein. 

Warme Stille umgibt mich

Die Lider ganz schwer

Denke ich an damals 

Das bedeutet mir mehr. 
TR

Venlafaxin unretardiert… Erste Erfahrungen 

Vor einigen Monaten habe ich mit Venlafaxin 75mg retard angefangen. Hintergrund ist meine omnipräsente diffuse Angst auf der Arbeit. Diese äußerte sich in ständigem „unter Strom stehen“, Angst vor Vorgesetzten und Kollegen, Unfähigkeit sich abzugrenzen und nein zu sagen, Angst vor Telefonanrufen (jemand könnte ja etwas von mir wollen…), extreme Angst vor Kritik und Konsequenzen, Angst die Kontrolle zu verlieren etc. 

Diese immer gleichen Ängste haben mich viele Jahre in meinem Berufs- und Schulleben gegeißelt. Hinzu kommen noch die ADHS typischen Symptome wie Reizfilter Schwäche, Impulsivität, Vergesslichkeit, Organisationschaos, …

Das Venlafaxin retard hat zumindest mit den Angststörungen fast vollumfänglich aufgeräumt, meine jahrelang andauernde Magen Darm Problematik hat sich verflüchtigt. Ich hatte teilweise schon echte Probleme, morgens bis zur Arbeit zu gelangen, und das sind gerade mal 25 km. Ich hatte Einfach zu viel Schiss, im wahrsten Sinne des Wortes. Somit ergab sich auch ein riesiger Zugewinn an Lebensqualität. 

Die Kerseite der Medaille war allerdings die Tatsache, dass ich Abends im Bett zwar totmüde war, jedoch wegen restless legs und motorischer Unruhe stundenlang nicht einschlafen konnte und mich stundenlang von links nach rechts gedreht habe und total zappelig war. Sehr zum Leidwesen meiner Bettnachbarin. 

Zu der Zeit war ich schon auf 150 mg retardierter Tagesdosis. Sonstige Nebenwirkungen sind mir eigentlich nit aufgefallen. Beim letzten Arztbesuch sprach ich die Problematik an. Hinzu kam, dass ich die letzten Wochen wieder verstärkt müde war, sich Antriebslosigkeit eingestellt hatte und es auch in der Partnerschaft wieder anfing zu krieseln, und zwar massiv.

Mein Arzt brachte also die unretardierte Variante in selber Dosierung ins Spiel, welche ich letzten Donnerstag beim Frühstück das erste Mal einnahm. Zusammen mit meinen gewohnten 20mg Medikinet adult. Auf der Arbeit habe ich mich extrem verteilt gefühlt, schwindelig irgendwie, und gar nicht wirklich anwesend. Habe kaum etwas gearbeitet und meine Motovation überhaupt irgend etwas anzufangen war bei null. Dazu wieder Müdigkeit. 

Am Freitag habe ich dann nur noch eine Tablette zu 75mg genommen. Antrieb immer noch nicht vorhanden, Müdigkeit etwas besser und nicht mehr ganz so verpeilt wie am Tag zuvor.

Das negative Highlight war dann der gestrige Samstag. Habe am Morgen die Augen kaum aufbekommen, hatte extreme Lichtempfindlichkeit und starke Kopfschmerzen, so dass ich bis zur Mittagszeit im Bett liegen geblieben bin. Die Kinder habe ich nur am Rande und als Belastung wahrgenommen. Dazu extremes Schwitzen ohne körperliche Anstrengung. Zudem war ich extrem leicht reizbar und bin sofort aus der Haut gefahren und ich war sehr verletzend zu jedem in der Familie. Tat mir natürlich im Nachhinein sehr leid. Kopfschmerzen verschwanden erst am frühen Nachmittag nach einer 600er Ibu. 

Am heutigen Sonntag wieder nur 75mg unretardiert genommen. Die „Quittung“ war nach einer halben Stunde leichtes Schwindelgefühl und starkes Schwitzen aus dem Nichts heraus. Dazu das Verlangen nach Ruhe. Würde den Tag am liebsten im Bett verbringen. 

Restless legs und Einschlafprobleme hatte ich seit der Umstellung allerdings nicht mehr. Leider dominiert jetzt die Antriebslosigkeit und gedrückte Stimmung. Ob sich der Wechsel gelohnt hat kann ich abschließend noch nicht beurteilen. Ich werde noch ein paar Tage weiter genau beobachten wie sich die Nebenwirkungen entwickeln, sollte es nicht besser werden, werde ich wieder die retardierte Form verwenden. 

Über Anmerkungen, Hinweise und Kommentare von euch würde ich mich sehr freuen.